Einträge tagged ‘tim k.

17
Mär
09

schuld und suehne.

in der eszett philosophiert heribert prantl, ob der vater des amoklaeufers tim k. aus winnenden ueberhaupt bestraft werden soll. zwischen den zeilen lautet seine meinung offenbar: nein, der mann ist gestraft genug.
besonders interessant ist folgende stelle:

Also: Muss der Vater des Amokschützen durch eine Strafe resozialisiert werden? Braucht er einen gerichtlichen Denkzettel? Ist Geldstrafe oder Haft zur Verteidigung der Rechtsordnung geboten? Ist sie aus Gründen der Generalprävention wichtig? Muss der Allgemeinheit also mit einer Bestrafung noch klargemacht werden, dass man Schusswaffen wegsperren muss?

nein, nein, ja, ja. resozialisation ist sicherlich unnoetig, genau wie ein „denkzettel“. wobei ich es eine bedenkliche einstellung finde, strafen als „denkzettel“ zu verharmlosen. eine vorstrafe auf dem fuehrungszeugnis ist viel mehr als nur ein „denkzettel“, es ist ein kainsmal, das der betroffene lange nicht mehr loswird. weiterlesen ’schuld und suehne.’

17
Mär
09

winnenden: nichts neues ueber amoklaeufer!

heute gab es leider keine sensationellen neuigkeiten im fall des amoklaeufers aus winnenden, tim k. keine parallelen zu vorhergehenden amoklaeufen oder amoklaeufern, nichts berichtenswertes, wirklich gar nichts. keine mitgliedschaften in aehnlich orientierten vereinigungen, keine gemeinsamen hobbies, keine vergleichbar strukturierten verhaltensauffaelligkeiten, selbst die waffen scheinen wie vom himmel gefallen zu sein.

und schaeuble war auch nicht erreichbar. der haelt irgendwo eine wahlrede auf einem schuetzenfest, sagt man.

15
Mär
09

winnenden: hat amoklaeufer gecheatet?

schrecklicher verdacht, der eben noch von schaeubles faxnummer eingereicht wurde: bei der durchsuchung des computers von tim k. entdeckte die polizei einen sogenannten „trainer“; als „trainer“ werden programme bezeichnet, mit welchem man sich unfaire spielvorteile verschaffen kann – beispielsweise unbegrenzte munition oder unverwundbarkeit.
der autor der fluechtigen notizen stellt sich nun die bangen fragen:

muss der ganze amoklauf nun wiederholt werden? wird tim k. posthum disqualifiziert? was wird die b-probe zeigen?

wir bleiben dran.

15
Mär
09

winnenden: amoklaeufer benutzte killerspiele im killernet!

wie uns aus sicheren quellen zugetragen wurde, spielte der amoklaeufer tim k. aus winnenden nicht einfach nur killerspiele – er tat dies auch noch im killernet, aehm, internet!
die fluechtigen notizen wurden wie ueblich sofort vom bundesinternetinformationsfreiheitsminister schaeuble angerufen (der mann hat einfach kein richtiges leben…):
„ich habs ja immer gesagt, wenn killerspiele und internet eine unheilige allianz eingehen, da kann nichts gutes bei rumkommen! alleine schon die vorstellung, dass da islamische terroristen in ihren virtuellen terrorcamps mit unserer deutschen jugend ohne jegliche kontrollen…“
leider brach an dieser stelle die telefonverbindung ab, was den autor zum schlafen zwang. vollkommen unabsichtlich, ehrenwort, herr schaeuble!

15
Mär
09

winnenden: amoklaeufer las auch comics!

und es hoert und hoert nicht auf – abgesehen von killerspielen, deodorant und popmusik froente der amoklaeufer tim k. auch einem weiteren laster: comics!
der bundesminister fuer freiheit, privatsphaere und verfassungsschutz, wolfgang schaeuble, sagte den fluechtigen notizen dazu:
„da braucht man sich eigentlich nicht wundern, dass so einer dann durchdreht und leute toetet. haben sie sich so einen comic mal selber angeschaut? es ist geradezu widerlich! da werden tiere, menschen oder zwitterwesen den schlimmsten folterungen und gewalteinwirkungen ausgesetzt. und schon in der naechsten szene ist alles wieder verheilt und die jagd geht weiter. da muss so ein junger mensch doch abstumpfen und jeglichen sinn fuer realitaet und fiktion verlieren!“
wir stimmen dieser aussage selbstverstaendlich vorbehaltlos zu und hoffen, dass endlich mal ein starker fuehr… also, ein rechtschaffender politiker hart durchgreift.

15
Mär
09

winnenden: amoklaeufer hoerte popmusik!

wie kuerzlich bekannt wurde, hat der amoklaeufer tim k. aus winnenden nicht nur killerspiele gespielt und deodorant benutzt, offensichtlich hoerte er auch umstrittene popmusik. das ist eine weitere parallele zu anderen amoklaeufern, die untersucht werden muss; sind doch einige popgruppen insbesondere fuer ihre gewaltverherrlichenden und moralverachtenden texte und lebenseinstellungen bekannt. weiterlesen ‘winnenden: amoklaeufer hoerte popmusik!’




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