in der eszett philosophiert heribert prantl, ob der vater des amoklaeufers tim k. aus winnenden ueberhaupt bestraft werden soll. zwischen den zeilen lautet seine meinung offenbar: nein, der mann ist gestraft genug.
besonders interessant ist folgende stelle:
Also: Muss der Vater des Amokschützen durch eine Strafe resozialisiert werden? Braucht er einen gerichtlichen Denkzettel? Ist Geldstrafe oder Haft zur Verteidigung der Rechtsordnung geboten? Ist sie aus Gründen der Generalprävention wichtig? Muss der Allgemeinheit also mit einer Bestrafung noch klargemacht werden, dass man Schusswaffen wegsperren muss?
nein, nein, ja, ja. resozialisation ist sicherlich unnoetig, genau wie ein „denkzettel“. wobei ich es eine bedenkliche einstellung finde, strafen als „denkzettel“ zu verharmlosen. eine vorstrafe auf dem fuehrungszeugnis ist viel mehr als nur ein „denkzettel“, es ist ein kainsmal, das der betroffene lange nicht mehr loswird. weiterlesen ’schuld und suehne.’
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