Einträge tagged ‘sueddeutsche zeitung

13
Aug
09

prostitution, stricher, drogen, steuerhinterziehung und protzige villen

die sueddeutsche zeitung hat einen neuen rekord im einfallslosen linken-bashing aufgestellt, mit folgendem vergleich:

Ausgerechnet Eliot Spitzer. Der ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaats New York hatte sich doch als Kämpfer gegen die Prostitution profiliert.[...]
Dann ließ sich Spitzer mit einem Edel-Callgirl erwischen.
[...]
Ausgerechnet Ted Haggard. Der Mann galt dem Time Magazine als einer der einflussreichsten evangelikalen Christen der USA. Er pries Gott, lobte den Wert der Familie und predigte gegen Homosexuelle. Dann beschuldigte ihn ein Stricher, Haggard habe ihn über Jahre für Sex bezahlt. Und man habe gemeinsam Drogen konsumiert.
[...]
Ausgerechnet der Träger des Bundesverdienstkreuzes, Klaus Zumwinkel. Für besondere Leistungen in Politik, Wirtschaft oder sozialen Bereichen hatte er die Auszeichnung bekommen. Dann versteckte der ehemalige Postchef sein Geld in Liechtenstein vor der Steuer.
[...]
Und ausgerechnet Oskar Lafontaine, der sich als Kämpfer für Menschen am Existenzminimum profiliert und die Gier der Bosse geißelt. Er, Vorsitzender der Partei Die Linke, ließ sich eine protzige Villa im französischen Landhausstil bauen.

genau, riesenschweinerei. endlich stellt die sueddeutsche mal klar: ob protzige villa oder kokain an der eichel, gleiche schublade. darum ist oskar lafontaine auch unwaehlbar: weil er eine protzige villa besitzt. weiterlesen ‘prostitution, stricher, drogen, steuerhinterziehung und protzige villen’

30
Mai
09

kurz korrigiert 19: open source und open office

die sueddeutsche berichtet ueber googles neuestes projekt „wave“:

Das kostenlose Angebot soll in den kommenden Monaten an den Start gehen. Es wird als Open-Office-Projekt angelegt sein. Das heißt, die Nutzer haben Zugang zum sogenannten Quellcode und können Google Wave stetig weiterentwickeln.

danke für den lacher; im gegenzug bin ich mal nett und räume ein, dass hier auch das autokorrekturprogramm zugeschlagen haben könnte.

09
Apr
09

kurz korrigiert 17: schneller als die sueddeutsche schauen kann.

die sueddeutsche bestaunt ein fast 2 jahre altes video von youtube und – nun ja – ist schwer beeindruckt:

Weil das Video kommentarlos im Netz steht und so gut gemacht ist – es gibt keine Ecken und Kanten, die seine Manipulation enthüllen -, wird bis heute diskutiert, ob diese Schuhbinde-Methode möglich ist.

humm. ist klar. keine ecken und kanten, gelle? weiterlesen ‘kurz korrigiert 17: schneller als die sueddeutsche schauen kann.’

17
Mär
09

schuld und suehne.

in der eszett philosophiert heribert prantl, ob der vater des amoklaeufers tim k. aus winnenden ueberhaupt bestraft werden soll. zwischen den zeilen lautet seine meinung offenbar: nein, der mann ist gestraft genug.
besonders interessant ist folgende stelle:

Also: Muss der Vater des Amokschützen durch eine Strafe resozialisiert werden? Braucht er einen gerichtlichen Denkzettel? Ist Geldstrafe oder Haft zur Verteidigung der Rechtsordnung geboten? Ist sie aus Gründen der Generalprävention wichtig? Muss der Allgemeinheit also mit einer Bestrafung noch klargemacht werden, dass man Schusswaffen wegsperren muss?

nein, nein, ja, ja. resozialisation ist sicherlich unnoetig, genau wie ein „denkzettel“. wobei ich es eine bedenkliche einstellung finde, strafen als „denkzettel“ zu verharmlosen. eine vorstrafe auf dem fuehrungszeugnis ist viel mehr als nur ein „denkzettel“, es ist ein kainsmal, das der betroffene lange nicht mehr loswird. weiterlesen ’schuld und suehne.’

17
Mär
09

kurz korrigiert 14: tragische unfaelle

die sueddeutsche hat da eine fotoserie zu althaus. wir erinnern uns: dieter althaus (CDU) wurde wegen fahrlaessiger toetung verurteilt, weil er entgegen der fahrtrichtung in die spur von beata christandl (beata c.) einbog und mit der vierfachen mutter zusammenstiess, wobei diese sich so schwere verletzungen zuzog, dass sie noch im rettungshubschrauber verstarb. weiterlesen ‘kurz korrigiert 14: tragische unfaelle’

14
Feb
09

fundamentalismus? hamwa nich.

in der sueddeutschen salbadert thomas steinfeld ueber religioesen fundamentalismus. dabei eiert er ziemlich hin und her, fordert einerseits achtung gegenueber religioesen werten, andererseits kritisiert er fundamentalismus – allerdings fast nur den islamischen. okay, am ende gehts von der fatwa gegen rushdie ueber die mohammed-karikaturen dann auch irgendwie um mafia und tuerkische nationalisten, an religionen kommt allerdings ausschliesslich der islam zur sprache. weiterlesen ‘fundamentalismus? hamwa nich.’

11
Feb
09

maybach: krise? welche krise? luxus!

angesichts wegbrechendem absatz, befuerchteten massenentlassungen und kurzarbeit beim mutterkonzern hat maybach wohl beschlossen, ein zeichen zu setzen. weiterlesen ‘maybach: krise? welche krise? luxus!’

14
Jan
09

ueber die toten nur gutes 2

„Tragischer Tod Adolf Merckles – Am Ende war die Ohnmacht“ betitelt die sueddeutsche zeitung einen artikel.
die wirkliche tragoedie ist wohl eher das schleimerische kriechertum der journaillisten, die solche lobhudeleien in ein vorgebliches qualitaetsmedium rotzen und es damit derartig besudeln, dass man sich ekelt den boden seiner biotonne damit auszulegen. weiterlesen ‘ueber die toten nur gutes 2′

11
Jan
09

kurz korrigiert 7: kulturprekariat und stars

die sueddeutsche zeitung beweist mal wieder, was sogenannter qualitaetsjournalismus zu leisten imstande ist. prinzipiell nicht mehr und nicht weniger als ein beliebiger blogger, insbesondere bei technischen themen setzt man sich dann aber doch gerne regelmaessig in die nesseln.
weiterlesen ‘kurz korrigiert 7: kulturprekariat und stars’

11
Dez
08

schreckgespenst verstaatlichung

neulich gab es in der sueddeutschen ein interview mit willi van ooyen, dem kandidaten der hessischen linken. bei dieser gelegenheit wurde folgende frage gestellt:

sueddeutsche.de: In der Krise will der Staat – wenn es nach den Linken geht – alles verstaatlichen. Ein Rückfall in die Zeit von Karl Marx?

weiterlesen ’schreckgespenst verstaatlichung’




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