jan fleischhauer klittert mal fix geschichte und sucht den kapitalismus damit zu verteidigen, dass dieser ja das internet hervorbrachte. zitat:
Das Internet ist eine Erfolgsgeschichte der Globalisierung – und ein Kind des Kapitalismus, auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen
ähm, nein. das internet ist ein kind des CERN, einer staatlichen forschungseinrichtung, oder meinetwegen ein enkel des ARPANET, eines militärischen netzwerks und damit ebenfalls mit staatlichen mitteln entwickelt.
der kommerz kam erst später. viel, viiieeel später. und ehrlich gesagt hat er die usability nur herabgesetzt; finger hoch, wer hat sich noch nicht über suchergebnisse für shoppingseiten geärgert, obwohl er explizit nach einem handbuch oder treiber suchte?
aber, um erneut herrn fleischhauer zu zitieren:
Das große Wort führen auch hier vor allem Leute, deren wesentlicher Beitrag zur digitalen Revolution der Kauf eines Modems und ein Vertrag mit der Telekom sind.
gut, wenn man auf den schultern von riesen steht ist die luft naturgemäss sehr dünn, was sich auch auf die sauerstoffversorgung des gehirns auswirkt.
deswegen extra für sie, herr fleischhauer: dass sie heute ihre geschichtsklitterung auf spiegel online betreiben können, das verdanken sie steuergeldern. man könnte auch sagen:
das grosse wort wollen heute jene führen, deren einziger beitrag zum netz der kauf einiger hardware war, die aber vorher keinen pfennig in die entwicklung der notwendigen standards investiert hätten – wenn, ja wenn da nicht der “gierige staat” gewesen wäre, der sie über die steuerpflicht dafür in anspruch nahm.
somit gehört das netz allen steuerzahlern. zahlen sie auch immer brav ihre steuern?
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