Archiv der Kategorie 'Ausland'

17
Aug
11

matussek erregt durch papst.

neulich schrieb der autor dieses blogs ja über die blindheit des hauptamtlichen messdieners bei der wasserpistole von der alster, matthias matussek.
selbiger ist gerade derart erregt von der aussicht, den papst auf seiner reise nach spanien begleiten zu dürfen, dass der blutfluss zum hirn massiv gestört sein muss. welcher mann versteht das nicht.
so fällt ihm auch keine frage ein und andere müssen soufflieren:

“Was mich immer interessiert hat”, sinnierte eine zarte Frau, die mittlere von drei Schwestern, spät an einer großen Tafel, “was ich mich frage: ob er spürt, wenn der Heilige Geist aus ihm spricht?”

ach ja, warum nicht.

den autor würde ja eher interessieren ob der papst eventuell zu dem vereitelten giftgasanschlag auf die gegner seines besuchs stellung nehmen wird. oder was er von dem massaker in norwegen hält. vielleicht ein aufruf zu mehr toleranz und nächstenliebe auch den feinden gegenüber, mal frei nach der bibel zitiert?

aber ach, nein. nicht wichtig, nicht interessant, nicht bedeutend genug. da hat unser kleiner papist eine viel bessere idee. die empfindlichen naturen unter meinen lesern seien gewarnt, nun kommt starker tobak:

Die Nacht ist warm, der Mond schimmert gütig über der Peterskuppel. Was ich den Papst fragen werde? Ich schätze mal, die Frage aller Fragen: “Heiliger Vater, wie geht es Ihnen?”

ähm, ja, natürlich. das musste auch mal geklärt werden. chapeau, herr matussek, sie sind wahrlich ein fanal des heutigen spiegel-journalismus.

29
Jul
11

der unterschied zwischen sieg und niederlage

wie die nachdenkseiten in ihren heutigen hinweisen des tages berichten, blamiert sich die paris hilton des deutschen journalismus ulf poschardt durch einen intelligenzbefreiten kommentar zur debatte um das attentat in norwegen.
doch während man bei paris hiltons untenrum befreiten auftritten als mann wenigstens noch was zu gucken hat, ist ulf poschardts obenrum befreiter auftritt nicht nur peinlich, sondern sogar in seiner eigenen verqueren logik widersprüchlich.
es wäre dem autor dieses blogs durchaus ein innerer reichsparteitag gewesen (ohje, das sagt man ja eigentlich nicht – aber herr poschardt als freund der polemik wird es mir sicherlich nachsehen)die von herrn poschardt in die welt gekackte braune scheisse absatz für absatz in kleine blockquote-tütchen zu füllen, angezündet auf der kommentarveranda der welt zu platzieren und anzuklingeln, bevor er sich auf seinem etwas abseits gelegenen beobachtungsposten platziert und des unvermeidlichen geharrt hätte.

da aber jens berger diesen kleinen blasehasen broders bereits ausführlichst beleuchtet hat, will ich mich heute auf den logischen salto mortale mit 360°-wendung konzentrieren, der zwischen dem ersten und dem letzten absatz vollzogen wurde:

Intellektuelle versuchen nach der Schreckenstat in Norwegen, die Islamdebatte an Stellen zu retabuisieren, wo es für linke Migrationsfantasien schmerzhafte Niederlagen gab.

nun kommt eine menge blabla und mi-mi-mi bis paris poschardt im letzten absatz seine bewunderung für premierminister stoltenberg äussert:

Vor diesem Hintergrund kann man sich in Deutschland gar nicht satthören an jenem unerhörten Sound des Jens Stoltenberg, der angesichts eines verheerenden Anschlags erklärte, dass das Land auf diese Tat mit noch mehr Offenheit und Humanität reagieren wolle. Diese Sätze sind eine derartige Herausforderung und Provokation gerade auch für den erregten deutschen Diskurs, dass wir uns die Ruhe gönnen sollten, darüber nachzudenken. Gerne auch mal besonnen und gemäßigt. Wir können davon sehr viel lernen.

nicht schlecht, herr poschardt! zur untermauerung der “schmerzhaften niederlage linker migrationsfantasien” zitieren sie erstmal einen linken politiker der sich für mehr offenheit ausspricht. das ist chuzpe!
logisch ist es allerdings nicht, und ihre argumentation stützt es schon gar nicht. gesiegt hat nicht die rechte, konservative ideologie des attentäters und seiner geistigen brandstifter. gesiegt haben eben genau die ideale die sie als linke fantasien beschimpfen: offenheit, demokratie und menschlichkeit.

rede von jens stoltenberg vom 24.7.
rede von jens stoltenberg vom 25.7.

28
Jul
11

wie wahlmaschinen konzipiert sein sollten.

fefe berichtet gerade von einem neuerlichen fuckup der unsäglichen wahlmaschinen, diesmal in indien.
dem autor dieses bescheidenen und polemischen blogs ist es ja unbegreiflich wie man – ausser aus böser absicht heraus – keine vernünftige wahlmaschine bauen kann.
seiner meinung nach gehören da wenigstens folgende features verbaut:
zwei, am besten sogar drei papertrails. einen der in der maschine verbleibt und durch ein klares fenster die gewählte option anzeigt. das wahlgeheimnis könnte man einfach wahren indem man diesen ausdruck weiterscrollen lässt, sobald der wähler einen knopf drückt und sich damit den zweiten und dritten ausdruck holt: den zweiten für den wähler zum abreissen, damit dieser einen nachweis seiner stimme mitnehmen kann. und den dritten – ebenfalls zum abreissen – der dann ganz traditionell in eine wahlurne wandert, nur damit man später mal die maschinenergebnisse mit irgendwas vergleichen kann. und dann am besten noch ein automatismus der bei jeder gezählten stimme eine lampe blinken und einen ton erklingen lässt, damit die wahlbeobachter in diesem fall nachschauen können ob denn auch wirklich jemand in der stimmkabine steht.
kann das denn so schwer sein?

13
Aug
09

katholische kirche wird modern!

man kann der katholischen kirche ja eine menge vorhalten. sei es die menschenfeindliche sexual- und verhuetungsmittel-”politik” oder doppelmoral, weil man trotzdem in verhuetungsmittel investiert. wenn es ums geld geht, dann ist man weltoffen – zeigt ja bereits das beispiel der pax-bank.
und im zuge dieser modernen geldpolitik kann man jetzt endlich auch in der kirche mit kreditkarte zahlen.
wirklich, finanziell ist die kirche immer vorn dabei.

08
Aug
09

zensursula, bitte kommen!

unsere zensursula laesst ja sonst keinerlei gelegenheit aus andere staaten mit dreck zu bewerfen, wenn es um die rechtfertigung ihrer zensurplaene geht.
da fragt man sich, warum diese stramme katholikin noch nicht die vatikanstadt zur sprache gebracht hat.
frau von der leyen, mit 12 ist man doch noch ein kind, oder? wieso ueben sie dann keinen politischen druck auf vatikanstadt aus? immerhin findet man dort europaweit (mit ausnahme maltas) das geringste schutzalter.
andererseits… da geht es ja nicht um kinderpornographie, jedenfalls nicht so direkt. dafuer muesste ja jemand aufzeichnen, wie der bischof ueber seine chorknaben steigt. ausserdem gehts um einvernehmlichen sex mit kindern; also vermutlich doch alles ganz was anderes.
sorry, frau von der leyen – weitermachen!

11
Jul
09

amibanken: wir zahlen nicht fuer eure krise!

kalifornien ist ja momentan vollkommen pleite, also der staat zumindest. darum will man jetzt schuldscheine an die glaeubiger ausgeben – natuerlich nur, bis man wieder geld verdient und die schulden zurueckzahlen kann. also das “bailout”-prinzip, nur halt mal umgekehrt; statt den banken geld zu leihen, sollen die banken dem staat geld leihen.

und was ist die reaktion der banken? na, lesen wir mal bei der financial times deutschland:

“Wie jeder Haushalt oder jedes Unternehmen muss auch Kalifornien im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten leben. Banken können nicht Haushaltslöcher stopfen”, sagte eine Sprecherin von Wells Fargo.

rrrrichtig, waere ja noch schoener. das geld hat gefaelligst vom staatshaushalt in die banken zu fliessen, nicht umgekehrt! da kann man doch nur sagen:

“Es ist nicht fair, die Banken in eine Situation zu bringen, in der sie der Regierung Kaliforniens das Schuldenmachen ermöglichen”, sagte Kevin McPhaill, Vize-Präsident der Gemeindebank Sierra Bancorp.

stimmt, sowas von unfair aber auch. da hat arnold den staat kalifornien einfach mal so finanziell runtergewirtschaftet dass man vor der pleite steht, und jetzt erpresst man die banken geradezu quasi eine buergschaft fuer kalifornien zu uebernehmen. wo doch keiner weiss, ob und wann man diese kohle ueberhaupt mal wiedersieht.

nee, keine chance. auf so einen wirtschaftlichen wahnsinn lassen sich kluge manager nicht ein.

27
Jun
09

bananenrepublik deutschland

wahrhaftig, unser land geht vor die hunde. man mag es sich eigentlich nicht mehr antun – die arroganz unserer sogenannten volksvertreter, die doppelmoral, den fanatismus einzelner.

nehmen wir beispielsweise mal die christlichen fanatiker, die im jemen offenbar ermordet wurden. was ist das geschrei da gross, sowas geht ja mal gar nicht, wenn muslime einfach so christen abmurksen! dabei ist die sachlage eigentlich klar: im jemen sind missionierungsversuche verboten. VERBOTEN. es gibt tatsaechlich ein gesetz dafuer, man hoere und staune – ist das nicht ein merkmal fuer einen rechtsstaat? das es gesetze gibt, die auch durchgesetzt werden? nein, natuerlich nicht. Weiterlesen ‘bananenrepublik deutschland’

22
Apr
09

geheime sperrlisten, politisch korrekter antirassismus und mehr

das wetter wird besser und die blogeintraege kuerzer, was jedermann wohl gut verstehen kann, wenn ich mir meine zugriffszahlen so anschaue.
darum nur ein kurzer rueckblick der letzten tage. Weiterlesen ‘geheime sperrlisten, politisch korrekter antirassismus und mehr’

18
Apr
09

kurz korrigiert 18: natuerliche todesursache 2

eine erneute autopsie des einzigen todesopfers des g-20 gipfels in london hat nun ergeben, dass die todesursache von ian tomlinson wohl doch nicht herzinfarkt war – sondern innere blutungen im unterleibsbereich. so berichtet es zumindest die BBC.
damit erhaertet sich der verdacht, dass der angriff des polizisten zum tode tomlinsons gefuehrt hat.

17
Mar
09

kurz korrigiert 14: tragische unfaelle

die sueddeutsche hat da eine fotoserie zu althaus. wir erinnern uns: dieter althaus (CDU) wurde wegen fahrlaessiger toetung verurteilt, weil er entgegen der fahrtrichtung in die spur von beata christandl (beata c.) einbog und mit der vierfachen mutter zusammenstiess, wobei diese sich so schwere verletzungen zuzog, dass sie noch im rettungshubschrauber verstarb. Weiterlesen ‘kurz korrigiert 14: tragische unfaelle’




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