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warum die ddr ganz anders war, vor allem schlechter

angeregt durch einen artikel beim ostgotischen schmuddelkind dexter muss der autor mal einige dinge zur verklärung der DDR, verzeihung, des UNRECHTSSTAATES DDR loswerden.
die DDR hatte nämlich keineswegs gute seiten. keine. nicht eine einzige. dieser beitrag wird das beweisen und auch den letzten dummdödeligen Ronnys und Mandys klar machen, in welches paradies wir – also die guten demokratischen bundesrepublikaner – sie höchstgnädigst eingelassen haben, nachdem wir sie damals ganz alleine kraft unseres unbändigen freiheitswillens von ihren tyrannen befreiten.

auf der linken seite sehen wir beispielsweise ein typisches “volksfest” in der sowjetisch besetzten zone, wie sie etwa alle 12 jahre zum zwecke der agitation und propaganda veranstaltet wurden. diese volksfeste fanden in der regel auf vergitterten plätzen statt, streng bewacht von bewaffneten NVA-soldaten mit schiessbefehl; eine der seltenen gelegenheiten für den durchschnittlichen DDR-bürger, sich seiner ketten zu entledigen. diese wurden nämlich für das karussel auf der rechten seite benötigt.

überhaupt war das leben in der DDR von entbehrungen und unmenschlichen lebensumständen geprägt. der berüchtigte plattenbau stellte dabei das non-plus-ultra menschlicher behausungen dar, während wir im reichen westen selbst den monetär benachteiligten mitgliedern der gesellschaft wahre paläste im rahmen des sozialen wohnungsbaus schufen. zum vergleich sieht der geneigte leser im bild rechts einmal einen sozialistischen plattenbau (linke bildhälfte), wie eigentlich alles in der DDR trostlose und verdreckte massenware, menschliche brutkästen sozusagen. ganz anders dagegen sein westdeutsches pendant in der rechten bildhälfte – sauber, farbenfroh, lebenswert. selbst das grau-schwarz des himmels ist hier bei uns einfach kräftiger! ganz nebenbei stinkt es auch nicht nach braunkohle, es duftet so nahe am düsseldorfer flughafen vielmehr nach weiter welt. also kerosin, wissenschon.

die ständige bedrohung des ostgermanen durch bewaffnete schergen wurde ja bereits im ersten absatz angeschnitten. auf diesem bild sehen wir einen der niederträchtigen, schiesswütigen unterdrücker in der rechten bildhälfte; typisch für diese ungepflegten, undisziplinierten wegelagerer sitzt die mütze des schmächtigen kerlchens (eine folge der allgegenwärtigen unterernährung) schief auf dem kopf über den dräuend zusammengekniffenen augen. die kalaschnikow – eine waffe aus dem arsenal der russischen besatzer – wird ängstlich umklammert, da dieser halbe broiler sich nur zu genau bewusst ist was der arme unterdrückte trabifahrer am liebsten mit ihm anstellen würde. die nagelkette ist bereits über die gesamte breite der strasse gezogen, damit kein republikflüchtling entkommen kann – egal, in welche richtung er nun unterwegs ist!
was für eine augenfreude hingegen sein westdeutsches gegenstück! gutgenährt und muskulös, die ganze kleidung inklusive strickmütze schmiegt sich lässig und doch akkurat-gepflegt an den körper. ebenso beiläufig wird die heckler-und-koch – deutsche qualitätsware! – gehalten, während der wache, offene blick über die absperrung nach hilfsbedürftigen personen ausschau hält. die absperrung dient im übrigen dazu, dass sehschwache personen diesen hüter von recht und ordnung im dunkeln nicht übersehen und versehentlich anrempeln.
ja, die DDR hat eine lange tradition von unterdrückung und gewalt. so zeigt das obere bild deutlich den unterschied zur liberalen und friedlichen BRD: während die diktatorische marionettenregierung die demonstrationen am 17. juni 1953 in berlin erbarmungslos mit hilfe russischer panzer niederschlagen liess, werden selbst volksaufstände wie kürzlich in stuttgart mit augenmass und extra-sanften wasserwerfern unter weitestmöglichem verzicht auf gewalt und grösstmöglicher rücksichtsnahme vorsichtig aufgelöst.
angesichts solcher wertschätzung auch renitenter teile des volkssouveräns bleibt es nicht aus, dass dem einen oder anderen tränen der freude und rührung in die augen schiessen.

damit endet für heute unsere kleine nachhilfestunde in sachen westdeutscher werte und ostdeutscher verkommenheit. der ehrliche, objektive und faktenorientierte autor hofft, dass er der geschichtsklitterung linker subversiver kommunarden ein wenig paroli bieten konnte. ein schönes wochenende ihnen allen.

Die sozialistische, ostdeutsche verhärmte Arbeiterin schaut missgünstig zu ihrer kapitalistischen westdeutschen Geschlechtsgenossin herüber.

Die sozialistische, ostdeutsche verhärmte Arbeiterin schaut missgünstig zu ihrer kapitalistischen westdeutschen Geschlechtsgenossin herüber.


2 Antworten zu „warum die ddr ganz anders war, vor allem schlechter“


  1. 21. August 2011 um 22:49

    Das bittere an der Botschaft ist nicht zu lesen; dass kein Politiker und kein SchmierenJournalist jemals Darmstadt oder beliebige andere “Berlin-Marzahns” Westdeutschlands, gesehen hat, oder je besuchen wird.
    Dass – mit Ausnahme des jeweiligen Quartalsverteidigungsministers – keiner jemals Testosteron- oder Anabolika-Nazis mit geiler Heckler+Koch zu gesicht bekommen wird, und Heckler+Koch nur ein Begriff sein wird auf den monatlichen Kontoauszügen.

    Es ist eine Farce. Man ist zwischen den ganzen Lügen gezwungen, den pseusosozialistischen Abschaum zu verteidigen, indem man ihn in Relation stellt zum pseudodemokratischen Abschaum.

    Dafür simmer ’89 auffe Strasse!

  2. 23. August 2011 um 21:19

    ist doch super gelaufen – von einem unterdrückerstaat in den nächsten, und enteignung gabs obendrauf. aber dafür habt ihr jetzt reisefreiheit, sofern das portemonnaie es hergibt.


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