19
Mai
10

die krise ist tot, es lebe die krise.

was haben wir mittlerweile nicht an krisen durchgestanden. ganz harmlos begann es mit einer immobilienkrise in den USA, die dann in subprime-krise umgetauft wurde. damals durfte man als deutscher nicht-banker auch noch ganz unbefangen doof glotzen, wenn das wort subprime fiel.
dann stürzten plötzlich die ersten banken, und schon hatten wir die bankenkrise; als noch ein paar banken mehr ins taumeln gerieten sprach man schliesslich von der finanzkrise. die klammen banken wurden schnell gerettet (und nicht etwa reguliert), womit die bankenkrise beendet war. die banken zeigten sich aber keineswegs erkenntlich gegenüber der realwirtschaft, woraus dann die kreditkrise erwuchs. dank geöffneter geldschleusen in form niedriger zinsen konnte man die kreditkrise zügig beenden, schlitterte allerdings direkt in die wirtschaftskrise, die jedoch nur kurz anhielt und glücklicherweise nicht in die befürchtete jobkrise führte – also jedenfalls stiegen die arbeitslosenzahlen weniger als erwartet – nur um stante pede in die eurokrise zu rasseln. die eurokrise ist allerdings auch quasi schon wieder vorbei, und somit warten wir gespannt auf die nächste krise.

demnächst vielleicht in diesem kino: insolvenzkrise, sozialkrise, demokratiekrise, gewaltkrise, “deutschland erwache”.


2 Antworten zu „die krise ist tot, es lebe die krise.“


  1. 1 Intelligente Wirkmittel e. V.
    25. Juni 2010 um 23:56

    Schreibe weiter! Dem Herrn K. wird ganz langweilig.


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