herrliche realsatire bei jetzt.de: penni dreyer macht sich gedanken ueber die maennliche furcht vor erektionsproblemen, und der antwortende autor schlaegt mit den fluegeln wie ein angeschossener erpel, bevor er die die verantwortung fuer seine erektionsprobleme – pardon, erektionsstoerungen -bei den unentspannten frauen abzuladen sucht.
In Wahrheit ist es nämlich nicht unsere Erektionsstörung, vor der wir uns fürchten. Es ist eure angeblich so „extrem entspannte“ Reaktion, die uns Angst macht.
genau, tiger, zeigs ihr! waere ja noch schoener, wenn die frau ihre erektionsstoerung zu deinem problem macht! aehm… ach, passt schon.
dabei kommt mir ein alter witz in den kopf, dessen pointe sich darauf reduzieren laesst, dass ein supermacho ein solcher kerl ist, der im bett keinen hochkriegt und dann seine gespielin fragt: “passiert dir das etwa oefter?”
Und außerdem: Wenn jemand beim Sex mit dem Kopf auch ein bisschen bei der Partnerin ist statt nur an sich zu denken, dann kann der Bluttransport vom Hirn in den Schwanz schon mal ins Stocken geraten.
…der logische umkehrschluss draengt sich hier auf, dass egoisten gute rammler sind; und wenn ich dem autor nun auch noch freundlicherweise ein gutes sexleben unterstelle, ist vermutlich der blutfluss in die gegenrichtung – also vom schwanz zum hirn – sehr oft unterbrochen. waere zumindest eine gute erklaerung fuer diesen artikel.
falls ein maedel die meinung dieses autors interessiert: die angst vor erektionsproblemen – pardon, erektionsstoerungen – ist ein anzeichen fuer ein sehr klischeebehaftetes selbstverstaendnis von maennlichkeit.
ein beliebtes und bis heute insbesondere unter frauen gepflegtes stereotyp ist halt, dass maenner immer nur sex im kopf haben. oder doch zumindest viel, viel oefter als frauen. und mindestens ebenso oft nicht nur dran denken, sondern es auch wollen. wer will muss aber nun auch koennen, denn wer will, aber nicht kann, also nur gern wuerde, ist ein moechtegern. wenn maenner aber nun doch so viel oefter wollen als frauen, somit seltener koennen als sie koennten, und dann auch noch nicht koennen wenn sie koennen koennten, der ist doch wohl ein veritabler versager – oder etwa nicht?
spass beiseite, maenner – und da nimmt sich der autor durchaus nicht von aus – setzen sich hauptsaechlich selber unter druck, insbesondere seitdem serien wie “sex in the city” uns ahnen lassen, was UNSERE freundinnen wohl so im trauten kreis besprechen. abgesehen von unseren kumpels, die natuerlich auch alle die begnadetsten rudelbumser und dauersteher unter der sonne sind, zumindest in gruppenansammlungen >3 kerle und >= 0.5‰.
wer also keinen hochkriegt und es dann nichtmals ertraegt, dass seine freundin – vielleicht zugegeben etwas hilflos – irgendwie ihre liebe trotz der weichen nudel bezeugen will, der sollte lieber sein selbstbild ueberpruefen, als von irgendwem empathie einzufordern.
Hart ist hart und weich ist weich, aber immer weich ist auch hart, sagte der Philosoph.
Guten Tag,
ich habe Ihren Artikel jetzt.de und die weiblichen erektionsprobleme gelesen, der mir so gut gefallen hat, dass ich ihn über Facebook mit meinen Freunden geteilt habe. Da Sie so gut schreiben wollte ich fragen. Hätten Sie vielleicht Interesse an einer Kollaboration?
Martin Bauer